Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz im Rahmen des Religionsunterrichts

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Gruppenfoto an der Friedenskirche in Jawor

Auch dieses Jahr war wieder langfristig im Terminkalender des SLZB eine Gedenkstättenfahrt für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Religionsunterrichts nach Krakau und Auschwitz festgelegt.

Vom 15.08. bis zum 19.08.2019 befand sich die Gruppe in Krakau. Zunächst wurde das „polnische“ Krakau genauer erkundet. Neben dem Besuch der Fabrik Oskar Schindlers, dem Wawel samt Sigismund-Glocke, den Tuchhallen auf dem großen Markt, der Marienkirche (leider war der Veit-Stoß-Altar in Rekonstruktion…) und dem Collegium Maius (Kopernikus war ein Absolvent dieser Universität) war auch immer Zeit für ein leckeres Eis im berühmtesten Eisladen Krakaus. Von der Mittagspause mit den besten Zapiekankis Krakaus ganz zu schweigen. Für knapp 3€ war jeder von uns relativ lange satt.

Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt allein auf dem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz. Wir hatten das große Glück auf dem sehr anstrengenden und intensiven Weg durch die Gedenkstätte des Stammlagers und Birkenaus eine außerordentlich kompetente polnische Begleiterin an unserer Seite zu haben. Mit nur wenigen Worten verstand sie es, die Teilnehmer in tiefe Nachdenklichkeit zu versetzen. Auch gab sie uns Zeit und Raum diesem Ort in Respekt und Trauer zu begegnen.

Der Sonntag gehörte mehr oder minder dem „jüdischen“ Krakau. Im Stadtteil Kazimierz sahen wir uns verschiedene Museen, Ausstellungen und Synagogen an. Ein Besuch am Grab des wundertätigen Rabbis Moses Isserles gehörte natürlich dazu, zumal eigentlich alle auch einen geschriebenen Wunsch an seinem Grab niederlegten. Spannend war es zu beobachten, wie eine jüdisch-orthodoxe Familie dort intensiv betete. Am Abend trafen wir uns alle in einem jüdisch-arabischen Restaurant zu einem gemeinsamen Abendessen.

Auf der Rückfahrt besuchten wir in der Nähe von Breslau noch die Friedenskirche von Jawor. Von außen eher unscheinbar offenbart sie in ihrem Inneren eine großartige Konstruktion, weshalb sie auch in die Liste als UNESCO- Kulturerbe aufgenommen wurde. Obwohl unsere Schüler*innen ja eher nicht dazu neigen großartige Kirchgänger zu sein, waren sie von diesem sakralen Bauwerk doch einigermaßen erstaunt – was will man mehr?

Unser Dank gilt auch in diesem Jahr wieder dem Freundeskreis des SLZB und dem Senat von Berlin für die gewährte finanzielle und logistische Unterstützung.

Thomas Rau

Impressionen zur Fahrt findet ihr hier.