Titelgewinn nach 58 Jahren - auch aufgrund eines "perfekten Kapitäns"

Berichte zum Albert-Schweizer-Turnier und den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft - Jonas MNatissek

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Jonas - flying high

Seit 60 Jahren wird das Albert Schweitzer Turnier (AST) für U18-Nationalmannschaften in der Rhein-Neckar-Region ausgetragen. 58 Jahre hatte es gedauert, bis das Gastgeberteam beim „eigenen“ Turnier als Sieger vom Platz gehen durfte. Das war 2016 und die Freude über die Premiere kannte keine Grenzen. Jetzt sind kaum zwei Jahre vergangen und es ist schon wieder passiert: Deutschland ist AST-Champion 2018!

Die voll besetzte GBG Halle in Mannheim brodelte bereits zur Pause ob einer nahezu fehlerfreien Vorstellung der DBB-Youngster, die gegen Finalgegner Australien vor dem Seitenwechsel acht von elf Dreiern versenkt und sich eine komfortable 27-Punkte-Führung erspielt hatten. Dass es nach der Pause bisweilen etwas stockte und auch der Gegner beweisen konnte, dass er völlig zurecht das Endspiel erreicht hatte …. geschenkt. Nie gefährdet sicherte sich das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic den 88:66-Erfolg, der wie schon 2016 ganz viele Hoffnung auf eine positive Zukunft macht.

Als MVP des Turnieres wurde Jonas Mattisseck ausgezeichnet, der natürlich auch als Pointguard im All Tournament Team steht. Auf der Centerposition gesellt sich Teamkollege Hendrik Drescher dazu. Nicht nur diese beiden Akteure einer sehr homogenen deutschen Mannschaft versprechen für die kommenden Jahre ganz viel. Es waren einmal mehr tolle Tage in Mannheim und Viernheim, begeisternde Basketball-Atmosphäre, hochinteressante Spieler und viele spannende Duelle. Auch wenn das Turnier 2018 ohne Verlängerung über die Bühne gebracht wurde. 

(Quelle: Deutscher Basketball Bund)

Mattissek – der Dirigent des deutschen Spiels


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MANNHEIM.Die „MVP! MVP!“-Rufe seiner Teamkameraden wurden erhört: Die Auszeichnung als wertvollster Spieler („Most Valuable Player“) des 29. Albert-Schweitzer-Turniers ging an Deutschlands Kapitän Jonas Mattisseck – und das zu Recht. Aus dem homogenen Kollektiv des neuen und alten AST-Champions ragte der 18-jährige Point Guard von Alba Berlin als Schlüsselspieler heraus. Es waren die knappen Begegnungen, in denen Mattisseck den Unterschied machte. Beim schwierigen 86:85-Auftaktsieg über Israel nahm der 1,94-Meter-Mann das Heft in die Hand, mit 26 Punkten – darunter drei Dreipunktetreffer im Schlussviertel – legte er als Topscorer den Grundstein für den erfolgreichen Turnierverlauf. Auch beim 74:70 gegen die Türkei (22 Punkte, vier Assists) und im Halbfinale gegen Russland (16 Punkte, vier Assists) hatte Mattisseck die Ruhe weg.

„Ein perfekter Kapitän“

„Er war unser Anführer. So einen Spieler will man in jedem Team haben“, meinte Mitspieler Luc van Slooten. Auch Bundestrainer Alan Ibrahimagic war voll des Lobes. „Jonas ist ein perfekter Kapitän. Ein Vorbild, das vorangeht und dabei alle anderen unterstützt und fordert. Mit seiner überragenden Trefferquote und vielen Assists war er der Motor des Teams“, sagte der DBB-Coach – und geht davon aus, dass der Berliner sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat: „Spielerisch hat er sich in der vergangenen Saison enorm entwickelt, insbesondere, was die Spielkontrolle angeht.“


(Quelle: Mannheimer Morgen)