Play in the USA

Tag 1 - 3

Am Montag, den 19.07.2017, trafen sich 15 freudig aufgeregte Menschen auf dem Flughafen Tegel. Das Reiseziel hieß Orlando/USA, die Sportart Volleyball, die Veranstaltung – das weltweit größte Volleyballturnier mit über 2000 Volleyballmannschaften. Mittendrin das Team des SLZB (weiblich).

In knapp zwei Tagen brachten wir die Reise über den großen Teich hinter uns und konnten am Mittwoch, 22.06.17, ins Turnier einsteigen. Der Veranstalter – die Amateur Athletic Union – organisierte Freundschaftsspiele gegen amerikanische Colleges. Wir trafen auf die Heimmannschaft aus Orlando, ein Team aus Michigan und zum Abschluss auf die Mannschaft aus Hawaii. Zwei Spiele endeten „freundschaftlich“, in einem verloren wir zwei Sätze. Die Spiele waren auf 50 Minuten begrenzt, so dass es von vornherein keinen Sieger geben konnte und auch nicht geben sollte. Für alle galt das Moto – sich als Team zu finden.

Dies haben wir erfolgreich geschafft! 

Ab Freitag geht es dann um Punkte, Sätze und Siege. Wir spielen in der „International Division“ gegen die Teams aus China, Kolumbien, Slowenien, Israel und der Dominikanische Republik.Morgen werden alle internationalen Teams in eine ganz andere Welt eintauchen – Disneyworld...

Tag 4 – 6

Der vierte Tag unserer USA-Reise stand unter dem Motto Kultur. Nun ist das Verständnis von Kultur von Land zu Land verschieden – für uns hieß es also: Disneyworld.

Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt man es kaum. Goofy, Donald und Co begrüßen einen am Eingang zu einem riesigen Areal der Trickfilmwelt. Schlößer, Achterbahnen und vieles mehr brachten die Augen aller internationalen Gäste des Volleyballturniers zum Staunen.

Am Freitag stand dann wieder der Volleyball im Mittelpunkt des Geschehens. Das erste Spiel hieß Kolumbien vs. Deutschland. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, konnte wir dieses Spiel relativ deutlich gewinnen. Anschließend lernten wir, wie man unschlagbar buchstabiert: Dominikanische Republik! Die Spielerinnen aus der Karibik waren mit ihrem Nationalteam angereist und ließen uns (und auch allen anderen Teams) keine Chance. Man war schon froh, wenn man zweistellig punktete...

Am Samstag hieß es: Der frühe Vogel fängt den Wurm - der Wecker klingelte für alle um 05:45 Uhr. Drei Stunden später standen sich die Teams aus China und das des SLZB gegenüber. Unsere Mädchen hatten mehrere Satzbälle, konnten aber keinen nutzen. Schließlich gewann China den ersten Satz mit 32:30. Das Momentum war somit auf der falschen Feldhälfte und wir verloren auch den zweiten Satz und somit das Spiel. 

Den fast identischen Verlauf nahm das anschließenden Spiel gegen Slowenien; mit einem äußerst unglücklichen Zusatz. Anne Schölzel verletzte sich bei einer Blockaktion am Knöchel. Wir hoffen, dass der Schreck größer war, als die eigentliche Verletzung. Die Niederlage gegen die Sloweninnen rückte damit natürlich in den Hintergrund.

Trotz dieses eher bescheidenen Tages haben wir immer noch die Möglichkeit, das Spiel um Platz 3 zu erreichen. Dazu müssen morgen zwei Siege gegen Israel und die zweite Mannschaft Kolumbiens her.

Tag 7 – 9

Die Vorgaben waren klar: zwei Siege! Der Start in das Spiel gegen die Mannschaft aus Israel eher durchwachsen, wir lagen mit 2:7 zurück und alle Träume schienen zu zerplatzen. Aber im land of dreams ist alles möglich (dieses Wortspiel musste einfach sein). Wir gewannen diesen Satz knapp und den 2. sehr deutlich. Somit stieg die Stimmung im Gegensatz zum Vortag. Nachdem der zweite Sieg gegen die chancenlosen Kolumbianerinnen eingefahren war, schaute man nur noch in lächelnde Gesichter. 

Am letzten Turniertag stand das Re-Match gegen die Sloweninnen auf dem Plan. Natürlich hielten wir uns an dem ungeschriebenen Gesetz – man verliert im Turnier nie zwei Mal gegen eine Mannschaft – fest. So gewannen wir den umkämpften ersten Satz. Danach waren unsere SLZB-Mädels mit ihrer Kraft am Ende – wir verloren 1:2. 

Schließlich können wir voller Stolz sagen: ein 4. Platz in der „International Division“ ist aller Ehren wert bei diesem Turnier der BIG NUMBERS:

Auf 172 Feldern spielten 2438 Teams vor geschätzten 80000 Zuschauern in 12 Tagen um die US-Meisterschaft in den Altersklassen 14,16,18 und u20 – „Wahnsinn“ ist das einzige Wort, was diese Dimensionen beschreibt.