WM-Tagebuch

TAG 7

 

 

Halbfinaltag

Die Stimmung bei Spielern und Trainern ist gut. Da wir erst 16.00 Uhr das Spiel hatten, konnten alle ausschlafen und erst 9.30 Uhr frühstücken. Nach Videoanalyse und Teambesprechung, in der Bob u.a. noch einmal auf die wichtigsten Abwehrmaßnahmen hinwies,  war 14.00 Uhr Abfahrt zum Spiel. Unser Gegner: Polen.

Der Fanclub machte sich mit Fahnen, Trommeln und Trösten zur Unterstützung bereit. Auch die Dortmunder Mädchen waren angereist. Sie hatten einige Stunden vorher bereits das Finale erreicht.

Weder als Zuschauer, noch als Trainer war es immer leicht zuzuschauen, da die Jungs sich nicht immer an die besprochenen Taktiken hielten. In der Halbzeitpause waren die Coaches gefragt, um die Jungs zu erinnern, weshalb sie hier sind. Gute Angriffe brachten das ersehnte Ziel. FINALE

Viel Zeit zur Freude war nicht. Im Hotel ging es sofort wieder an die Vorbereitung auf das nächste Spiel. Für mich ist es wirklich interessant, zu erleben, wie hart hier gearbeitet wird. Wissen ist eben das eine, es zu erleben und Trainer und Spieler zu beobachten das andere. Immerhin haben die Jungs schon Silber. Herzlichen Glückwunsch. Aber jetzt wollen alle Gold.

 

TAG 6

Ein guter Montag

Es gibt heute nicht viel zu sagen. Gute Vorbereitung, gut eingestimmt – dank gutem Trainerteam -
und dann haben die Jungs gewonnen. 27 : 34 gegen Brasilien. Also

HALBFINALE

Das ist jetzt schon Vergangenheit, denn gleich (20.30 Uhr Doha-Zeit) beginnt die Teambesprechung
mit Videoanalyse zur Vorbereitung auf das nächste Spiel.
Damit das alles funktioniert, bekommt Max nicht nur das Filmmaterial, sondern auch das Essen von
Micro aufs Zimmer gebracht. Bob und Max bereiten intensiv die Besprechung vor. Die Jungs dürfen in
der Zwischenzeit duschen, zu Abend essen und sich von Steffi physiotherapeutisch behandeln lassen.
Und ich, ich habe mal einen tollen Blick hinter die Kulissen und erfahre im Ansatz, was es für alle
Seiten bedeutet, ein Turnier zu spielen.

TAG 4 und 5

Wochenende,

aber nicht für die Jungs. Für Samstag standen zwei Spiele auf dem Plan, die zwei Siege bringen sollten. Auch dank leichter Gegner ist das gelungen.

Am Sonntag folgte dann das letzte Vorrundenspiel. Mit dem Gegner Tschechien taten wir uns sehr schwer, konnten aber am Ende mit 28 : 23 gewinnen. Damit stehen wir morgen als Gruppenerster im Viertelfinale.

Zum Nationentag wurden wir in das Sealine Beach Camp gefahren, 22°C und Sonnenschein. Jede Nation muss dort Ihr Land vorstellen. Zum Glück hatten die Mädchen alles gut vorbereitet und wir brauchten beim Tanz nur mitzumachen. Hier zeigten sich durchaus Talente. Wir waren am Strand und auf einer Sanddüne, man konnte aber auch z.B. zum Kamelreiten gehen oder Beachvolleyball spielen. Ein  „Traditionel Quatari food tasting“, natürlich unter freiem Himmel, beendete den Abend. Die Rückfahrt war ziemlich verrückt. Vorbei an kilometerlangen Ölraffinerien boten sich die vielen Busse ein echtes Rennen. Manchmal passte kaum noch ein Blatt Papier zwischen die Busse oder auch die anderen Autos. Zum Glück kamen wir unversehrt im Hotel an.

Die Mannschaftsbesprechung und Videoanalyse (Max hat die stundenlangen von Mirko aufgezeichneten Spielevideos nächtelang zusammengeschnitten. – DANKE!) legten wieder den Fokus auf das morgige Viertelfinale.

 

TAG 3 (erster Spieltag)

Mittlerweile haben alle Jungs ihren Jetlag überwunden und sich an die Temperaturen, die hier herrschen, gewöhnt.

Innerhalb der Mannschaft herrscht eine entspannte und aufgelockerte Stimmung, wobei die Konzentration natürlich trotzdem auf den bevorstehenden Aufgaben liegt.
Ich denke dass wir es ganz gut hinbekommen, eine Mischung aus Entspanntheit und Professionalität an den Tag zu legen. Als wir auf dem Weg zu unserem ersten Spiel auch noch von der Polizei zur Halle begleitet wurden, gelangte die Fokussierung vermutlich bei jedem einzelnen an den Höhepunkt.Leider mussten wir in unserem ersten Spiel auf Gustav König verzichten.
Nach einem guten Start in das Spiel gegen Israel ließ die körperliche Härte und die Fokussierung in der zweiten Halbzeit nach. Trotzdem konnten wir das Spiel 31:20 gewinnen und die ersten 2 Punkte holen.

Danach ließen wir den Tag noch zusammen beim phantastischen Libanesen - direkt am Meer, mit Blick auf die Skyline - ausklingen, was die Teamchemie noch einmal steigerte.

 

TAG 1

Eine Reise in die Wüste

Dienstag 20. Februar, letztes Training, Mittag essen und auf zum Flughafen. 14 Handballer des SLZB machen sich auf den Weg nach Doha (Katar) zur Mission Schulweltmeisterschaft. An dieser Stelle seien alle Jungs gegrüßt, die verletzt zu Hause bleiben mussten.

Nach einem fünfeinhalbstündigen Flug landeten wir 0.50 Uhr in Doha und machten unsere erste Begegnung mit der Organisation und Mentalität im fernen Land. Sehr langes Warten auf den Transfer zum Hotel, zeitaufwendiges Einchecken und längeres Verhandeln um die Zimmer verzögerten den Beginn der Nachtruhe erheblich. Um 4.00 Uhr konnten alle erschöpft ins Bett fallen.

Zum Glück war allen Spielern freigestellt, am nächsten Morgen das Frühstück ausfallen zu lassen, so dass wir uns alle gut gelaunt am Mittagstisch wiedertrafen.
Beim anschließenden Training war die Müdigkeit in den Beinen noch deutlich zu spüren. Morgen ist noch spielfrei, also eventuell Intensivtraining.

Von der Stadt konnten wir bisher nur einige Eindrücke während der Busfahrt gewinnen, außer Stau, Stau, Stau.